Speedport W724V blockt Zugang zu smtp-Server

Bei mir hat sich der Internet-Anbieter geändert. Ich bin jetzt wieder bei der Telekom. Da ich mit meiner Fritzbox am Annex-J und jetzt am Annex-B Probleme hatte bzw immer noch habe, orderte ich mir nachträglich einen Miet-Speedport vom Anbieter. Daheim versende ich viel Mails über die WebGUI und selten mit einem Mobile Device. Bei meiner Frau ist das genau anders und sie beschwerte sich, dass Mails nicht „raus gehen“, wenn sie im heimischen WLAN unterwegs ist. Nach ein paar Tests stellte ich fest, dass ich tatsächlich nicht auf 587/tcp auf meinen Mailserver beim Provider kam. Lange Rede – kurze Lösung. Der Speedport selbst blockt die Kommunikation. Kann man sich kaum vorstellen, da die Konfigurationsoberfläche eine Beleidigung für jeden Admin ist und ausgerechnet hier baut man noch so einen Käse ein.

Dank der Suchmaschine fand ich recht schnell den passenden Foreneintrag. Folgende Kurzanleitung schafft Abhilfe:

  1. In Speedport einloggen 😉
  2. Punkt „Internet“ anwählen
  3. Links „Liste der sicheren Email-Server“ anklicken
  4. Unten „Weiteren E-Mail-Server eintragen“
  5. Schritt wiederholen, sofern es mehrere Server sind.

Bereits vorhandene Einträge werden selbstständig erkannt – immerhin!

Mit biosdevnames eth0 zurück holen

Vor einiger Zeit schrieb ich etwas über SLES11 auf Dell-Servern und davon, dass die bekannte, erste Netzwerkkarte nicht mehr eth0 heißt. Nun bin ich mit kurz dazu gekommen, mich mit Redhat7 zu befassen und hier gibt es standardmässig auch so etwas zu finden. Dabei muss es nicht einmal ein Server von Dell sein, es reicht schon eine virtuelle Maschine unter VMware um beispielsweise mit ip addr show eine en01877732 oder ähnlich angezeigt zu bekommen.

Nun gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten dieses neue Naming zu unterbinden, welches (wenn man die ganze Geschichte im Detail betrachtet) eigentlich nur bei Servern mit vielen Netzwerkports Sinn macht oder wenn man diese 10GbE-Adapter verbaut hat, die sich partitionieren lassen.

Variante 1 – Bei der Installation

Wie bereits beschrieben in der Zeile mit dem append ... initrd.img ein biosdevname=0 einfügen. In der Kickstart-Datei selbst soll auch -biosdevname funktionieren. Das habe ich nicht ausprobiert.

Variante 2 – Nach der Installation

Hier ist etwas mehr zu tun. Hier muss man eine Zeile im Grub2 erweitern. Dazu in /etc/default/grub gehen und in der Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX folgende Parameter ergänzen:

net.ifnames=0 biosdevname=0

Dabei ist auf zwei Sachen zu achten. Erstmal müssen die Parameter inhalb der Anführungszeichen sein und zweitens muss die neue Konfiguration mit grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg neu geschrieben werden. Als nächstes ist unter den Netzwerk-Skripten die alte ifcfg-Datei umzubennen. Das geht am Besten mit:

cd /etc/sysconfig/network-scripts/ && mv ifcfg-en01877732 ifcfg-eth0

Zur Sicherheit ist noch in den udev-Regeln unter /etc/udev/rules.d/60-net.rules zu schauen, ob die MAC-Adresse der Netzwerkkarte irgendwo eingetragen hat. Wenn dem so ist, einfach die ganze Zeile löschen. Beim Reboot des Systems (der dann nötig ist) wird der Inhalt der Datei dann neu mit „eth0“ geschrieben.

In den Tiefen des Internets gibt es noch Admins, die das entsprechende Paket noch deinstallieren – musste ich jetzt nicht – yum remove biosdevname Ansonsten ist es dann soweit fertig. Zum Abschluss noch ein shutdown -r now.

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